Zahnarztpraxis Dr. Milde

Implantologie . Kieferorthopädie . an der Stadtgrenze Nürnberg Fürth

Foto: PRP - Plasma mit Zahnimplantat, © Foto: bti Biotechnology Institute

Regenerative Zahnmedizin

Wundheilung durch Thrombozytenreiches Plasma

Thrombocyten, bzw. Blutplättchen, sind von großer Bedeutung für die Wundheilung, da sie die Wachstumsfaktoren und Zytokine der Geweberegeneration enthalten und diese bei Bedarf in das umgebende Blutserum abgeben. Durch die Zugabe eines Aktivators lässt sich diese Ausschüttung von Zellfaktoren auch in vitro stimulieren und therapeutisch nutzen.
In der regenerativen Zahnmedizin werden heute routinemäßig Implantat-Behandlungen, Zahnextraktionen, Kieferaufbau und parodontale Defekte mit aktivierten Blutplättchen im PRP-Verfahren durchgeführt (PRP, Platelet Rich Plasma, Thrombozytenreiches Plasma).
Die aktivierten Blutplättchen des Patienten stimulieren das Gewebe, die beschleunigte Wundheilung vermindert Schmerzen, Entzündung und Infektionsrisiko und die natürliche Regeneration durch das körpereigene Plasma verhindert eine Abstoßung.

Gewinnung von Thrombocytenreichem Plasma

Für beste Verträglichkeit und Vermeidung von Immunreaktionen wird plättchenreiches Plasma aus dem Eigenblut der Patienten gewonnen, denn auch nach der biotechnischen Behandlung im Labor ist das Plasma weiterhin als körpereigenes Substrat anzusprechen.

Foto: zentrifugiertes Blut
Dem Patienten werden durch den behandelnden Zahnarzt wenige Milliliter Blut abgenommen. Mittels Zentrifuge wird die Blutprobe in die Fraktionen der Roten Blutkörperchen sowie Plasma mit Plättchen aufgetrennt. Durch Abheben der Plasma-Fraktion wird der Überstand für die folgende Aktivierung isoliert. © Foto: bti Biotechnology Institute.
Foto: Plasma-Aktivierung, © Foto: bti Biotechnology Institute
Durch Zugabe eines Aktivators auf Kalziumchloridbasis werden die Thrombocyten im Blutplasma angeregt die Wachstumsfaktoren ins umgebende Blutserum auszuschütten und es entsteht ein hochkonzentriertes, aktiviertes Plasma. © Foto: bti Biotechnology Institute.
Foto: Koagulum
Bereits wenige Minuten nach der Aktivierung gerinnt das Plasma zu einer gelartig festen Masse. Dieses Koagulum aus Protein, Fibrinfaser und Wachstumsfaktoren ist Stimulus für die Geweberegeneration und ein idealer Wundverschluss nach einer Zahnextraktion. © Foto: bti Biotechnology Institute.

PRP in der Zahnimplantation

Die Implantation künstlicher Zähne ist das Mittel der Wahl zur Schließung von Zahnlücken.
Geringe Knochendichte im Kieferbereich oder eingeschränkte Wundheilung bei Diabetes oder altersbedingt verhinderten jedoch bei vielen Patienten für lange Zeit die Behandlung mit Zahnimplantaten und erst die neuen Verfahren aus der Biotechnik öffneten die Implantologie auch für diese Patientengruppe.

Zu Beginn der operativen Zahnimplantation werden dem Patienten etwa 30ml Blut abgenommen. Nach Aufbereitung zum Hochkonzentrat wird das Blutplättchen-reiche Plasma (PRP) aktiviert, auf das Implantat aufgebracht und zusammen mit dem Implantat im Kieferknochen platziert.

Foto: aktiviertes Zahnimplantat
Das Implantat wird mit dem aktivierten Plasma benetzt und direkt im Kiefer eingesetzt. © Foto: bti Biotechnology Institute.

Es folgt eine sehr schnelle Heilung der Weichgewebe, des Knochens und die problemlose Einheilung des Zahnimplantates.
Dabei verkürzt die durch PRP beschleunigte Gewebeheilung die kritische Phase der ersten Wundheilung sehr deutlich, ein wichtiger Faktor insbesondere vor dem Hintergrund hoher Keimzahlen in der Mundhöhle. In ähnlicher Weise beschleunigt erfolgen auch die Knochenheilung und -mineralisation, was eine hohe Stabilität und Langlebigkeit des Zahnimplantates gewährleistet.

Knochenersatz und PRP in der Kieferchirurgie

Nach Knochenverlusten durch Unfall, Zahnextraktion, im Rahmen chirurgischer Eingriffe oder bei Vorerkrankungen wie Osteoporose ist oftmals ein Aufbau neuer Knochensubstanz wünschenswert und auch für eine anschließende Zahnimplantation bedarf es einer verbesserten Knochendichte.

Foto: Knochenersatz
Das Thrombocytenreiche Plasma wird in Gelform zusammen mit künstlichem Biomaterial oder körpereigenem Knochen als Transplantat im Kiefer eingesetzt. © Foto: bti Biotechnology Institute.

Entsprechende Behandlungen zum Knochenaufbau durch künstliches Biomaterial oder Eigenknochenspende waren bis vor wenigen Jahren eine starke Belastung für den Patienten und erst der Einsatz von PRP zeigt einen deutlich günstigeren Heilverlauf und dies auch bei bisherigen Risikopatienten mit verzögerter Heilungserwartung.
Die Wachstumsfaktoren im Plasma bewirken neben einer Regeneration im umgebenden Kieferknochen vor allem eine messbar beschleunigte Heilung der Extraktionsalveole.
Im direkten Vergleich der Behandlung nach konservativem Standardprotokoll nach Brånemark und dem Einsatz von PRP lässt sich die Heilungszeit bis zur Schließung der Kieferhöhlung mit entsprechender Knochendichte von zuvor zwölf Monaten auf nunmehr 12 Wochen verkürzen.
Ebenfalls entfällt bei einem Knochenaufbau mittels PRP die Entnahme von körpereigenem Knochenmaterial, üblicherweise aus der Hüfte, was dem Patienten einen weiteren chirurgischen Eingriff erspart.

Kostenabrechnung der PRP-Behandlung

In Deutschland ist die Behandlung mit PRP keine Kassenleistung, denn die gesetzlichen Krankenkassen kommen laut Satzung ledigleich für eine "ausreichende und wirtschaftliche Versorgung" auf. Dagegen werden mit dem PRP-Verfahren lediglich schnellere und bessere Heilungsergebnisse erzielt, was es für die Krankenkassen zu einer optionalen Zusatzleistung mit privater Abrechnung macht.



"Innovative Biotechnik ist die Grundlage Regenerativer Zahnmedizin und ermöglicht eine optimale Wundheilung."

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