Zahnarztpraxis Dr. Milde

Implantologie . Kieferorthopädie . an der Stadtgrenze Nürnberg Fürth

Foto: Behandlung beim Zahnarzt

Parodontaltherapie bei Zahnfleischentzündung

Parodontitis beschreibt eine Entzündung des Zahnhalteapparates, die langfristig durch den Verlust des umgebenden Knochens zum Zahnverlust führen kann.
Beispielsweise macht eine entsprechende Röntgendiagnostik diese Verluste der Hartsubstanz des Knochens sofort sichtbar.

Die Parodontaltherapie ist aber nicht nur in der präventiven Zahnheilkunde, sondern auch in der Humanmedizin für die Gesundheit des ganzen Organismus von größter Bedeutung.
Man geht heute davon aus, dass bei übermäßigem Bakterienbefall der Mundhöhle über die Zahnfleischtaschen infektiöse Keime ins Blut gelangen, die dort eine Vielzahl von sekundären Prozessen auslösen. Mit dem molekularbiologischen Nachweis Parodontitis-verursachender Keime in fast allen Körpergeweben lässt sich sehr eindrucksvoll zeigen, wie weit die Verbreitung infektiöser Mundkeime reichen kann.
Störfeldbehandlung in der Zahnheilkunde
Infektionen im Mundraum verursachen körperweit Sekundärinfektionen. © Abbildung: der-milde.de

Parodontitis und das Herz

Bereits das Zähneputzen in einem bakteriell verseuchten Mund kann im Blut vorübergehend eine Überschwemmung mit krankmachenden Keimen auslösen. Es kommt zu einer Bakterieämie, was unmittelbar zur Infektion der Arterien-Intima und folgender Cholesterinablagerung führen kann.
In den Industriestaaten sterben rund 50 Prozent der Bevölkerung an Erkrankungen der Herzgefäße.

Parodontitis und die Lunge

Erreger aus dem Mund-Rachenraum können direkt in die Lunge eingeatmet werden und bei geschwächten Personen mit besonders starkem bakteriellem Befall von Mundhöhle und Zahnbelägen kann dies bis zur Lungenentzündung führen.

Parodontitis und Diabetes

Die Wechselwirkung zwischen Parodontitis und Diabetes ist schon lange bekannt: Infektiöse Mundkeime gelangen ins Blut, aktivieren dort Entzündungsstoffe, diese senken den Insulinspiegel, was wiederum den Blutzuckerspiegel hebt. Eine erfolgreiche parodontale Behandlung führt deshalb zusammen mit einem Bakterien-Nachweis-Test und spezifisch antibiotischer Behandlung zu einer günstigen Einstellung der diabetischen Stoffwechsellage.

Parodontitis und Frühgeburten

In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass Frauen mit auffallend schlechterer Mundhygiene statistisch ein höheres Risiko für Frühgeburten und untergewichtige Kindern hatten. Es konnte gezeigt werden, dass die Erreger oraler Erkrankungen auch an der Infektion der Fortpflanzungsorgane bis hin zur bakteriellen Besiedlung der Plazenta beteiligt sind.

Info Risikofaktor Parodontitis.pdf


Es ist deshalb dringend angeraten eine parodontale Erkrankung zu vermeiden oder baldmöglichst zu therapieren. Mit regelmäßiger Prophylaxe und professioneller Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis gehen Sie auf Nummer sicher, für sich und Ihre Gesundheit.

"Ein gesunder Körper - dank gesunder Zähne!"

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